Schulsystem USA

Das amerikanische Schulsystem unterscheidet sich ganz deutlich von dem in Deutschland und anderen Ländern. Damit Sie sich im Schulsystem der USA zurecht finden, haben wir hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Ungefähr neun von zehn Kindern und Jugendlichen in den USA besuchen public schools, d. h. aus Steuermitteln finanzierte, öffentliche Schulen, für deren Besuch keine Gebühren erhoben werden. Die meisten dieser Schulen sind gut und bieten den Heranwachsenden Betätigungsmöglichkeiten, die oft weit über die in Europa üblichen hinaus gehen. So verfügen viele amerikanische Schulen über ganz hervorragende Sportanlagen, die nicht selten sogar eine Schwimmhalle mit einschließen.

Die Schulzeit kann in drei Etappen eingeteilt werden: elementary school (diese beginnt in den meisten Bundesstaaten im Alter von fünf Jahren mit einem Pflichtjahr kindergarten und endet in der Regel nach der sechsten Klasse), middle school (manchmal auch junior high school genannt, sie endet meistens nach der achten Klasse) und high school (diese wird immer nach der zwölften Klasse mit dem high school diploma abgeschlossen) .

High School

Alle Schüler besuchen die high school, eine Einteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium gibt es in den USA nicht Der Einzugsbereich der Schulen ist vielerorts sehr groß, sodass die Kinder entweder mit dem kostenlosen Schulbus fahren oder von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht.

Schule in den USAIn den oberen Jahrgängen der high school haben die Schüler dann oft auch ein eigenes Auto, mit dem sie zur Schule fahren. High schools haben daher oft riesige Parkplätze.

Für Schüler an der high school gibt es je nach Klassenstufe folgende Bezeichnungen: freshmen (9. Klasse), sophomores (10. Klasse), juniors (11. Klasse) und seniors (12. Klasse). Diese Bezeichnungen wiederholen sich später für Studenten am ebenfalls vier Jahre dauernden college.

Amerikanische Schulnoten

Amerikanische Schulnoten bestehen aus den Buchstaben A, B, C, D und F, wobei A die beste Note ist und F für fail (nicht bestanden) steht. Den Noten A bis D werden oft noch ein Plus oder ein Minus hinzugefügt, um die Bewertung qualitativ noch aussagekräftiger zu machen.

Public Schools, Private Schools und Charter Schools

Die finanzielle, personelle und inhaltliche Kontrolle der public schools unterliegt den Städten bzw Landkreisen und wird unterschiedlich stark von den Regierungen der Bundesstaaten beeinflusst. Neben Pflichtfächern (required courses) gibt es Wahlfächer (electives), die z. B. auch eine Fahrschule (driver's education) und handwerkliche Kurse einschließen können.

Neben den public schools gibt es auch private schools, für die oft ein recht hohes Schulgeld bezahlt werden muss. Private schools haben meistens einen religiösen Träger und somit ist Religionsunterricht Teil des Schulalltags. An public schools gibt es dagegen keinen Religionsunterricht. In einigen Bundesstaaten gibt es auch charter schools. Diese werden zwar von privaten Trägern betrieben, aber aus öffentlichen Mitteln finanziert und dürfen daher kein Schulgeld verlangen.

In den gesamten USA herrscht Schulpflicht, je nach Staat bis zu einem Alter von 16 oder 18 Jahren. Fast alle Staaten haben aber auch Regelungen für das sogenannte home schooling, das Eltern ermöglicht, ihre Kinder zu Hause selbst zu unterrichten.

Wer seine Kinder auf eine amerikanische Schule schickt, sollte wissen, dass das Thema Sex dort wahrscheinlich kaum bzw nicht ausreichend behandelt wird. Viele Schulen schrecken vor dem Thema zurück und versäumen es daher, ihre Schüler u. a. über sichere Methoden zur Schwangerschaftsverhütung und über mögliche Risiken durch übertragbare Krankheiten zu informieren. Da sich viele Eltern ebenfalls vor dem Thema scheuen, gibt es in den USA wesentlich mehr Mütter und Väter im Schulalter als z. B. in Deutschland.

Während das Thema Sex weitgehend vermieden wird, gibt es an vielen amerikanischen Schulen keinen Mangel an Nationalstolz. Das geht mit der Flagge vor dem Schulgebäude los und findet mit dem morgendlichen Schwören der Pledge of Allegiance seinen wohl stärksten Ausdruck: I pledge allegiance to the flag of the United States of America, and to the republic for which it stands, one nation under God, indivisible, with liberty and justice for all. (Ich schwöre Treue auf die Fahne der Vereinigten Staaten von Amerika und die Republik, für die sie steht, eine Nation unter Gott, unteilbar, mit Freiheit und Gerechtigkeit für alle.) Der Teilsatz one nation under God wurde trotz der Trennung von Staat und Kirche und dem Verbot von Gebeten an öffentlichen Schulen vom Obersten Gerichtshof als verfassungskonform bestätigt.

Die Sommerferien im Schulsystem der USA dauern fast drei Monate. Das hat seinen Ursprung darin, dass in vergangenen Zeiten, als die Mehrheit der Bevölkerung noch auf dem Lande lebte, den Schülern die Möglichkeit gegeben werden sollte, ihren Eltern bei der Ernte zu helfen Diese langen Ferien erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit, sodass es kaum Bestrebungen gibt, sie zu kürzen.

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