Falls ihr euch für die deutsche Auswanderung nach Amerika im 19. Jahrhundert interessiert, dann seien euch die historischen Auswanderer-Romane ans Herz gelegt, die hier nachfolgend vorgestellt werden. In ihnen geht es sowohl um Bauern in der Prärie als auch um Arbeiter in der Großstadt.
Deutsche Bauern wurden im 19. Jahrhundert durch kostenloses Land angelockt
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Deutsche Bauern besiedelten damals weite Landstriche, insbesondere in den Präriegebieten von Nebraska, Kansas, North und South Dakota. Auf der Grundlage des Homestead-Gesetzes erhielten viele von ihnen nahezu kostenloses Land. Die Eisenbahngesellschaften boten außerdem preiswertes Land in ihren Einzugsbereichen an. Es war in ihrem Interesse, Menschen anzusiedeln, damit sie deren Ernten in die Großstädte transportieren konnten.
Viele besitzlose Bauern in Deutschland, besonders im Norden, wurden mit der Aussicht auf Land und Freiheit angelockt. Das führte dazu, dass um 1900 rund 40 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche der USA im Besitz von deutschen Auswanderern bzw. deren Kindern waren.
Ungefähr 100.000 Russlanddeutsche wanderten bis 1900 ebenfalls in die USA ein, hauptsächlich nach North und South Dakota, Kansas und Nebraska sowie Chicago.
Deutsche Auswanderer bestimmten den Arbeitskampf in den USA
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Aber auch in den deutschen Städten war das Auswandern ein Thema, insbesondere nach der Verabschiedung des Sozialistengesetzes. Zudem waren deutsche Facharbeiter in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr gefragt.
Insbesondere die Großstädte im Mittleren Westen hatten daher Ende des 19. Jahrhunderts einen sehr hohen Prozentsatz deutschstämmiger Bewohner: Detroit 41%, St. Louis 45%, Cincinnati 54%, Davenport 62% und Milwaukee 70%.
Die ausgewanderten deutschen Arbeiter bestimmten ganz wesentlich die Gewerkschaften und den Arbeitskampf. Sie wehrten sich gegen zunehmende Arbeitsteilung, die gut ausgebildete Fachkräfte immer mehr durch billige Arbeitskräfte ersetzte. Die Arbeiter lebten zumeist unter unwürdigen Bedingungen, während die meisten Fabrikbesitzer in luxuriösen Villen wohnten.
Die Welt der Deutschen in Amerika auferstehen lassen
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"Kai Blums Auswanderer-Krimis heben sich von der Masse der Histo-Krimis und wohl auch der Auswanderer-Romane ab." (Histo-Couch.de)
Die historischen Auswanderer-Krimis von Kai Blum lassen ihre Leser an der Besiedelung North Dakotas und am Kampf um den Achtstundentag in Chicago teilhaben. Weitere Bände sind geplant und sollen einen Bogen bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs spannen und die Reihe zu einer echten Auswanderer-Saga entwickeln.
Die ersten beiden Auswanderer-Romane tauchen in die neue Welt der deutschen Siedler ein und bringen uns die schwierigen Bedingungen nahe, wie unheimlich heiße Sommer und extrem kalte und schneereiche Winter. Dazu kamen Rivalitäten zwischen den Siedlern und offene Rechnungen aus der Heimat.
Der dritte Band thematisiert den Kampf um den Achtstundentag und den Bombenanschlag am Haymarket in Chicago. Die Ereignisse wurden sehr sorgfältig recherchiert und der unaufgeklärte historische Fall einer plausiblen Lösung zugeführt.
Auswandern USA |
Deutsch als Amtssprache in den USA