Hauskauf in den USA

In den USA ist es für viele Familien ein wichtiges Ziel, ein eigenes Haus zu besitzen. Da die Häuser in den USA meistens in Holzrahmenbauweise errichtet werden, sind sie oft deutlich preisgünstiger als Massivhäuser in Deutschland.

Die meisten Immobilienkäufe in den USA werden über Makler (real estate agents) abgewickelt. Es ist üblich, dass sowohl der Käufer als auch der Verkäufer einen eigenen Makler haben. Die Maklergebühren werden in den USA üblicherweise vom Verkäufer getragen.

Finanzierung und Mortgage


Bevor man sich auf die Suche nach einem Haus macht, sollte man sich um eine Finanzierungszusage (pre-approval) einer Bank bemühen. Ohne eine solche Zusage werden viele Makler und Verkäufer ein Kaufangebot gar nicht erst in Betracht ziehen. Die Hypothek wird in den USA als mortgage bezeichnet.

Ein wichtiger Faktor für die Höhe der Zinsen ist der credit score des Käufers. Auswanderer, die noch keine lange Kredithistorie in den USA haben, müssen oft mit höheren Zinsen oder einer höheren Anzahlung (down payment) rechnen. Üblich ist eine Anzahlung von 20 Prozent des Kaufpreises.

Ablauf des Hauskaufs


Wenn man ein passendes Haus gefunden hat, gibt man über seinen Makler ein schriftliches Angebot (offer) ab. Dabei ist es üblich, eine kleine Summe als Anzahlung (earnest money) zu leisten, um die Ernsthaftigkeit des Angebots zu unterstreichen. Wenn der Verkäufer das Angebot annimmt, beginnt der Prozess des closing.

Während dieser Phase wird das Haus in der Regel von einem unabhängigen Gutachter (home inspector) untersucht, um eventuelle Mängel festzustellen. Sollten gravierende Mängel gefunden werden, kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten oder den Preis nachverhandeln.

Zusatzkosten beim Hauskauf:

Zusätzlich zum Kaufpreis fallen beim Abschluss des Vertrages die sogenannten closing costs an. Diese beinhalten unter anderem Gebühren für die Titelsuche (title search), Versicherungen und Bankgebühren. Diese Kosten können mehrere tausend Dollar betragen.


Laufende Kosten


Neben der Abzahlung der Hypothek fallen laufende Kosten an, die man nicht unterschätzen sollte. Dazu gehören die Grundsteuer (property tax) und die Wohngebühren in Siedlungen mit einer Hausbesitzervereinigung (homeowners association oder HOA). Die property tax ist in den USA oft deutlich höher als die Grundsteuer in Deutschland.


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