Amerikanische Feiertage

Die nachfolgend fett gedruckten Feiertage sind von der amerikanischen Bundesregierung für ihre Angestellten festgelegt worden. Es ist den Regierungen der einzelnen Bundesstaaten überlassen, diese Tage als Feiertage anzuerkennen. In der Privatwirtschaft hat jedes Unternehmen eigene Regelungen, was arbeitsfreie Feiertage betrifft. Zu den offiziellen Feiertagen kommen verschiedene andere Feste, die auf Grund von Religion, Brauchtum oder ethnischer Herkunft bedeutsam, aber nicht arbeitsfrei sind.

New Year’s Day: Der erste Januar ist auch in den USA ein Feiertag.

Martin Luther King Day: Der dritte Montag im Januar ist dem Gedenken an Martin Luther King, Jr. gewidmet, dessen gewaltfreier Kampf für die Gleichstellung aller Bürger 1968 zu seiner Ermordung führte.

Groundhog Day: Dieser Tag ist vielen Europäern in erster Linie durch den gleichnamigen Film (deutscher Titel: »Und täglich grüßt das Murmeltier«) ein Begriff. Tausende Menschen strömen jedes Jahr am 2. Februar in die kleine Stadt Punxsutawney, um zu sehen, was das Murmeltier namens Phil vorhersagt. An diesem Tag beendet es seinen Winterschlaf, kommt aus dem Bau und schaut nach seinem Schatten. Wenn es seinen Schatten sieht, ist das ein Omen für sechs weitere Wochen mit schlechtem Wetter. Das Murmeltier kehrt dann in seinen Bau zurück. Wenn es jedoch wolkig ist und es keinen Schatten gibt, wird das als gutes Zeichen angesehen und das Murmeltier bleibt draußen. Diese Tradition wurde übrigens von deutschen Siedlern nach Pennsylvania gebracht und lässt sich bis in die Zeit der Römer und Germanen zurückverfolgen.

Valentine’s Day: Am 14. Februar schenken Amerikaner ihren Partnern Blumen.

Presidents’ Day: Der dritte Montag im Februar wurde zum Feiertag, nachdem die Geburtstage von Abraham Lincoln (12. 2.) und George Washington (22. 2.) zu einem Feiertag zusammengefasst wurden. Heute werden am Presidents’ Day alle früheren Präsidenten geehrt.

St. Patrick’s Day: Millionen Einwanderer kamen aus Irland. Am 17. März feiern die Nachkommen der Einwanderer und mit ihnen viele andere Amerikaner diesen Tag, an dem man u. a. vielerorts grünes Bier trinken kann.

Easter Sunday: In den USA ist nur der Ostersonntag ein Feiertag. Karfreitag (Good Friday) ist kein offizieller Feiertag, wird aber mit vielen Gottesdiensten begangen. Wie in Europa werden auch in Amerika hart gekochte Eier gefärbt und den Kindern Süßigkeiten geschenkt.

Pfingsten in den USA
Wenn man erst einmal einige Jahre in den USA gelebt hat, denkt man oft gar nicht mehr an Pfingsten, da der Pfingstmontag hier kein Feiertag ist und kaum jemand mit Pfingsten (Pentecost) etwas anzufangen weiß, zumindest wenn man kein Katholik ist, und vielleicht auch, weil sich dieses Fest, anders als Weihnachten und Ostern, nicht kommerzialisieren lässt und darum außerhalb der Kirche kaum erwähnt wird.

Mother’s Day: Am zweiten Sonntag im Mai werden die Mütter geehrt.

Memorial Day: Der letzte Montag im Mai ist der amerikanische Totensonntag, der ursprünglich dem Gedenken an die Toten des Bürgerkrieges und anderer Kriege diente und jetzt dem Andenken aller Verstorbenen gewidmet ist.

Father’s Day: Am dritten Sonntag im Juni werden alle Väter geehrt.

Independence Day: Der 4. Juli (Fourth of July) ist der amerikanische Nationalfeiertag, der mit Umzügen und Feuerwerk gefeiert wird. Am 4. Juli 1776 wurde die Declaration of Independence, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, unterzeichnet.

Labor Day: Die Amerikaner feiern ihren Tag der Arbeit am ersten Montag im September.

German-American Day: Am 6. Oktober 1683 kamen dreizehn Familien aus Krefeld in Philadelphia an und gründeten mit Germantown, Pennsylvania, die erste deutsche Siedlung in den drei- zehn Kolonien. Anders als der St. Patrick’s Day ist dieser Tag, der den Verdiensten der deutschen Einwanderer am Aufbau Amerikas gewidmet ist, in den USA kaum bekannt.

Columbus Day: Der zweite Montag im Oktober erinnert an die Entdeckung Amerikas durch Columbus.

Halloween: Die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November markierte im keltischen Kalender das Ende des Jahres und auch den Wechsel von der warmen in die kalte, dunkle Jahreszeit. Die Kelten zündeten an diesem Abend große Feuer an, um böse Geister zu vertreiben. Zu dem Namen Halloween kam es erst viele Jahrhunderte später, nachdem die katholische Kirche am 1. November Allerheiligen zu feiern begann, auf Englisch All Saints Day oder All Hallows genannt. Da der 31. Oktober der Abend vor Allerheiligen ist (All Hallows Eve), entstand der Name Halloween. Im 19. Jahrhundert brachten irische Immigranten dann die Halloween-Tradition nach Amerika, wo es heute in erster Linie ein Fest der Kinder ist. Typisch für Halloween ist das Schnitzen von Fratzen in ausgehöhlte Kürbisse, die dann mit einer Kerze von innen erleuchtet vors Haus gestellt werden. Diese Kürbislampen werden Jack-O-Lantern genannt. Die Legende berichtet von einem Mann namens Jack, der vor langer Zeit dazu verdammt wurde, nach seinem Tod durch die Dunkelheit zu wandern. Seine einzige Lichtquelle war eine Flamme in einer Rübe. Statt Rüben verwendet man heute Kürbisse, die sich besser aushöhlen und gestalten lassen. Wenn am Abend des 31. Oktobers die Dunkelheit hereinbricht, ziehen die Kinder, in furchteinflößende oder lustige Kostüme gekleidet, in ihrer Nachbarschaft von Tür zu Tür. Mit dem Ausruf »Trick or Treat!« bitten sie um eine Gabe in Form von Süßigkeiten (treat). Sollten die Nachbarn nicht bereit sein, etwas zu geben, droht ihnen ein Streich (trick). Wieder zu Hause, schlagen sich die Kinder dann, zur Sorge ihrer Eltern, die Bäuche mit den ergatterten Zuckerwaren voll.

Veterans Day: Am 11. November wird allen gedacht, die für Amerika im Krieg gekämpft haben. Das Datum wurde ursprünglich gewählt, da am 11. November 1918 der Erste Weltkrieg endete. Der Feiertag bezieht sich jedoch auf alle Kriege.

Thanksgiving: Dieser Feiertag, der am vierten Donnerstag im November begangen wird, hat seine Wurzeln im Jahre 1621. Während des ersten Winters nach ihrer Landung in Massachusetts verhungerte die Hälfte der Puritaner, die England verlassen hatten, um in Amerika ungehindert ihrer Religion nachgehen zu können. Sie erhielten letzlich Hilfe von Indianern, die ihnen u. a. zeigten, wie man Mais anbaut. Nach der erfolgreichen Ernte hielten die Puritaner zum Dank ein Festessen ab. Heute ist Thanksgiving ein Familienfest, das noch immer einige der Speisen des Jahres 1621 enthält, nämlich Truthahn (turkey), Preiselbeerensoße (cranberry sauce), Kartoffeln (potatoes) und Kürbiskuchen (pumpkin pie). Viele Vegetarier essen an diesem Tag tofurkey. Die meisten Amerikaner nehmen auch den Freitag frei und verbringen so ein langes Wochenende mit ihrer Familie. Da viele Familien weit verstreut leben, ist dieses Wochenende eine der Hauptreisezeiten des Jahres.

Hannukah: Hannukah (auch Chanukah) wird von Millionen amerikanischer Juden an acht Tagen Ende November/Anfang Dezember (abhängig vom jüdischen Kalender) gefeiert. Jeden Abend wird eine Kerze des Menorah-Kerzenständers angezündet. Die neunte Kerze in der Mitte des Menorah dient dem Anzünden der anderen Kerzen. Der historische Hintergrund: Nachdem sich die Makkabäer vor über zweitausend Jahren von den Syriern befreit hatten, wollten sie einen Tempel in Jerusalem neu weihen. Sie hatten aber gerade so viel Öl, um die Lichter im Tempel für eine Nacht brennen zu lassen. Durch ein Wunder reichte das Öl jedoch für acht Nächte.

Christmas Day: In den USA ist nur der 25. Dezember ein Feiertag, an dessen Morgen die Geschenke ausgepackt werden. Viele Amerikaner schmücken ihre Häuser mit unzähligen Lichtern, was besonders in verschneiten Gegenden sehr festlich aussieht. Fahren Sie in der Weihnachtszeit abends einmal mit dem Auto durch Siedlungen mit Einfamilienhäusern und bewundern Sie den Ideenreichtum, mit dem einige Leute zu Werke gehen!

Kwanzaa: Als Alternative zu Weihnachten feiern manche schwarze Amerikaner vom 26. Dezember bis zum 1. Januar Kwanzaa. Dr. Maulana Karenga von der California State University kreierte Kwanzaa im Jahre 1966. Er kombinierte Aspekte verschiedener afrikanischer Erntedankfeste, unter anderem der Ashanti und der Zulu. Ziel des Kwanzaa-Festes ist die Stärkung der kulturellen Identität der schwarzen Amerikaner. Das Wort Kwanzaa kommt von matunda ya kwanza. Das bedeutet »erste Früchte« auf Suaheli. Jede Familie feiert Kwanzaa auf ihre Weise. Lieder, Tänze, afrikanische Trommeln, Geschichten, Gedichte und traditionelles Essen sind dabei oft Bestandteil des Festes. Kwanzaa dauert sieben Tage. Am siebten Tag werden die zawadi (Geschenke) ausgetauscht.

New Year’s Eve: Der Jahreswechsel wird in den USA ohne Knaller und Raketen gefeiert.

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Die vorstehenden Ausführungen sind diesem Buch entnommen:

Alltag in Amerika. Leben und Arbeiten in den USA.

CoverDieser Ratgeber deckt in gebündelter Form alle nur erdenklichen Aspekte eines Neuanfangs in Amerika ab, von praktischen Fragen des Umzugs, wie der Mitnahme von Hausrat, Fahrzeugen, Hund oder Katze, über Wohnungssuche, Hauskauf, Versicherungen, Arbeit, Selbständig machen, Geldfragen, Gesundheit, Altersvorsorge, Einkaufen, Straßenverkehr, Autokauf, amerikanische Feiertage, Medien und Bildungswesen bis hin zum richtigen Verhalten bei Naturkatastrophen.

"Für alle, die mit dem Gedanken spielen, eine Zeit lang in den USA zu leben, wird das Buch eine nützliche Vorbereitungslektüre und dann vor Ort ein treuer Ratgeber sein." Nachrichtenmagazin n-tv.de

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Feiertage USA 2016

Labor Day - 5.9.
Columbus Day - 10.10.
Veterans Day - 11.11.
Thanksgiving - 24.11.
Christmas Day - 25.12.
Christmas Day observed* - 26.12.

Feiertage USA 2017

New Year's Day - 1.1.
New Year's Day observed* - 2.1.
Martin Luther King Day - 16.1.
Presidents' Day - 20.2.
Memorial Day - 29.5.
Independence Day - 4.7.
Labor Day - 4.9.
Columbus Day - 9.10.
Veterans Day - 11.11.
Thanksgiving - 23.11.
Christmas Day - 25.12.

*Wenn in den USA ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, ist der Montag danach "observed", d.h. frei.

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